Die mobile Ladebox

Normalerweise benötigt man keine mobile Ladebox!

Solange man nur von Punkt A nach Punkt B fährt, die Reichweite des Fahrzeugs eingehalten wird und an den Endpunkten Strom zu bekommen ist.

Für alle anderen Fälle gibt es Stromtankstellen in Hülle und Fülle.....  wenn man entweder die entsprechenden Karten oder Verträge hat.

Schlecht.

Mit etwas Planung geht aber auch das. Und das ist, vorausgesetzt es parkt nicht gerade ein Verbrenner an der Ladesäule und sie funktioniert, eigentlich ganz einfach. Und es macht Spaß.

Wozu benötigt man also eine Ladebox?

Ob man es glaubt oder nicht, aber quer über das Land verteilt gibt es Steckdosen, die dazu geeignet sind ein Auto zu laden. Und das nicht nur innerhalb von 9 Stunden. Nein, wenn das Auto dazu in der Lage ist, geht das in 30-60 Minuten. Schnarchlader benötigen meist sowieso keine Ladebox, weil die irgendwo ein Schukokabel dabei haben. Da schließt man statt des Rasenmähers halt mal eben das Auto an.

Die Ladebox ist ideal auf dem Land, dort wo KFZ-Werkstätten noch echte Männerarbeit durchführen und nicht nur Module getauscht werden und wo Landwirte noch echte Scheunen haben. Denn überall dort gibt es sogenannte Kraftsteckdosen mit 16 (CEE16), 32 (CEE32) oder sogar 63 Ampere.

Und die Ladebox kümmert sich darum, den Anschluß für das Auto anzupassen. Und ganz nebenbei kann man dann auch das Drehstromnetz nutzen.



Die mobile Ladebox ist in einem spritzwassergeschützten Gehäuse untergebracht. Am Griff kann die Box transportiert aber auch aufgehängt werden. An der Seite eine Halterung in der das CEE-Kabel eingehängt werden kann.

Oben unter der Klappe befindet sich ein normaler Stromzähler und eine Taste mit der man die verschiedenen Betriebsmodi umschalten kann.

Darunter eine Anzeige, die den Status zur Ladung darstellt.
Die Ladebox läßt sich öffnen. Dabei bleiben alle Leitungen angeschlossen.


In der Box befindet sich folgende Technik:
Als Steuereinheit wird OpenEVSE eingesetzt (inkl. Display ohne RTC). Für die Menüführung ist ein Taster eingebaut. Damit man Abrechnungen machen kann befindet sich ein Zähler der wechselweise kWh und Watt anzeigen kann.
Daneben wird der Status der drei Phasen angezeigt.





Außerdem ist ein FI TypB eingebaut. Dann noch ein Sicherungsautomat und ein Schütz

Die Box selber hat einen CEE32-Stecker über eine kurze Leitung. Über Adapter kann man die Box alternativ an CEE16, Camping- oder Schukostecker betreiben.



Zutatenliste:
1 Gehäuse
1 Steuerplatine (Bettermann oder OpenEVSE mit Display)
1 Schütz (3 x 40 bzw. 64 Ampere)
1 Fehlerstromschalter TypB
1 Sicherungsblock
1 Zähler mit Anzeige  Watt/kWh
1 kleines Hutschienengehäuse für Stromstärkeneinstellung
1 CEE32 Stecker
1 Typ2 Dose (z.B. Mennekes oder Walter)
2 Hutschienenverteiler (für Masse und PE)

Anmerkungen zur Steuerplatine:
Bettermann:
- funktioniert out of the Box
- Regelbereich stufenlos von 10A (z.B. einphasig) bis ca. 30A über Potentiometer
- PWM Signal bei Standardausführung nur positive Halbwelle (genügt für die meisten Fahrzeuge). Aktuelle Versionen liefern auch die negative Halbwelle (benötigt u.a. der Tesla).
- Stromstärke könnte alternativ auch durch DIP-Switches realisiert werden
- kein Display-Erweiterung möglich
- Erweiterung für PV-Anlagensteuerung erhältlich.

OpenEVSE:
- verschiedene Modelle erhältlich, z.B. nur die Platine
- Anpassung an deutsche Installation evtl. notwendig
- Regelbereich in festen Werten von 10A (z.B. einphasig) bis 32A (80A)
- PWM Signal normgerecht (notwendig z.B. für Tesla)
- Steuerung über serielle Schnittstelle möglich (z.B. auch über Funk)
- Display und Echtzeituhr mit Steueraufgaben als Erweiterung erhältlich
- normalerweise nur für 1 und/oder 2 Phasen ausgelegt
- direkte Ansteuerung von 230V Schütz nur über zusätzlichen Konverter
- theoretisch könnte man auf den Fehlerstromschalter verzichten



Demnächst mehr.  ... (siehe Kommentare!)

Kommentare:

  1. Bin schon gespannt wie es weiter geht

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    1. Oh stimmt.... das was da jetzt fehlt wird innerhalb der Ladebox Workshops vermittelt......

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