Samstag, 11. Februar 2017

Full House - Beginn der Grillsaison

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ging es am 11. Februar zum angrillen. Vorher war aber wie üblich ein Pflichtprgramm zu absolvieren.
Etwas über 41 Teilnehmer mit 29 Elektrofahrzeugen waren am Samstag anwesend. Die Wettervorhersage hatte sogar Schnee vorhergesagt. Ausser Nordlicht hatten wohl alle Fahrer das Glück, mehr oder weniger Schneefrei anzukommen.
Spätestens im Kaffeehaus selbst gab es dann natürlich auch die passenden wärmenden Getränke. Wer keinen Kaffee fast jeglicher Couleur haben wollte, konnte auch dieses seltsame Getränk zu sich nehmen, das mit heißem Wasser und Kräutern zubereitet wird. Eisschokolade oder Eiskaffee gab es zu meinem ganz persönlichen bedauern leider nicht, weil am Vortag eine größere Gesellschaft (von wahrscheinlich Pinguinen) sich über die letzten Eisvorräte her gemacht haben.
Auf meiner Fahrt nach Sehnde hatte ich bereits über Glympse in Höhe Bruchhausen-Vilsen Elektrofix mit seinem Smart ED ausgemacht, mit dem ich dann ab Nienburg die Strecke gleichzeitig in Richtung Hannover gefahren bin. Er hat dann allerdings in Garbsen Energie geladen, während ich vorher schon nach rechts auf die Autobahn abgebogen bin. Dadurch habe ich zwar eine etwas längere Strecke, aber längst nicht so viel Verkehr und meistens auch keine zusätzlichen Radarfallen. Die B6 ist ja voll davon.





So war ich gegen 13:30 einer der Ersten. Und ich hätte nicht gedacht, das es noch so voll werden wird. Kurz nach mir kam Nordlicht, der zusammen mit seiner Frau mal wieder aus der Mitte von Schleswig-Holstein den Weg zu uns nach Niedersachsen gefunden hat. Er hatte diesmal mit 264 km die längste Anfahrt und war auch schon seit dem frühesten Morgen unterwegs.


Interessant war auch die Tatsache, das die Anzahl der Frauen bei den Treffen stetig zunimmt. Ob es alleine an Kaffee und Kuchen liegt? Würde die Anzahl evtl. durch angebotene Schuhe weiter ansteigen?

Bild von Susi Sorglos
Für Kaffee und Kuchen mußte man sich diesmal anstellen. Aber das Angebot war wieder verführerisch und natürlich war es mit dem heißen Kaffee dem Wetter gegenüber sehr entgegenkommend. Also Wetter kalt, und Kaffee heiß. Außer beim Cappuchino, aber das muß so sein, wurden wir belehrt.

Bild von Susi Sorglos
Während der Kaffeedurst auf der einen Seite gestillt wurde, kam der Wissensdurst auf der anderen Seite auch nicht zu kurz.

Ich hatte im Vorfeld nachgefragt, ob es Interesse an Informationen zu meiner Ladestation mit automatischer Nummernschilderkennung gibt. Da es da Zustimmung gab, habe ich ein paar Screenshots gemacht, Laptop und großen Monitor eingetütet und das dann im Kaffeehaus aufgebaut. War nicht ganz einfach, weil dafür nichts vorgesehen ist. Und man will sich ja auch keinen Ärger mit der Chefin einhandeln. Aber es hat dann doch geklappt und gegen 14:30 konnte ich dann mit meinem Vortrag loslegen, der nichts mit Ladeboxen zu tun hatte, sondern einfach nur an der Erkennung eines Fahrzeugs über das Nummernschild und was man damit machen kann.

Interessanterweise scheint das Interesse an Ladeboxen immer noch recht groß zu sein. Wahrscheinlich muß ich mir doch mal Gedanken darum machen, vielleicht doch noch einen Workshop durchzuführen. Allerdings dann auch nur für die Leute, die sich tatsächlich auch für das Thema interessieren und nicht nur einfach (und vor allem billig) an eine Box kommen wollen.











Nachdem ich meinen Vortrag gehalten habe, hat mich vom Nebentisch noch jemand gefragt, ob er seinen E-Auto-Verein vorstellen dürfe. Da mein Kaffee Latte langsam kalt, und der Espresso Kuchen langsam warm wurde habe ich ihm vorgeschlagen, er solle versuchen sich Gehör zu verschaffen.

Das hatte zu Anfang sogar funktioniert, wandelte sich nach kurzer Zeit aber in verstärktes Desinteresse der Zuhörer (Der Gesprächspegel wurde langsam lauter), als er leider weder sich noch seinen Verein richtig vorstellte, sondern Sinn und Zweck eines Ladekonzeptes, das es in ähnlicher Form bereits gibt. Nennt sich Drehstromnetz.
Hier sollte es über einen Verein gehen, der wohl schon seit zwei Jahren existiert, aber was Öffentlichkeitsarbeit betrifft völlig unbekannt ist. Weder in der Presse, noch über eine eigene Website sind sie zu erreichen, und das auffälligste an der Visitenkarte ist die Bankverbindung, weil sehr prominent platziert.

Es waren diesmal auch einige Leute dabei, die noch nie elektrisch gefahren sind, und sich informiert haben.

Dann gibt es vor dem Aprés Café (dem Barbeque) noch etwas Buchhaltung:

ca. 41 Personen mit 29 E-Fahrzeugen waren beim 29. Treffen am 11.02.2017 dabei:

10 Zoe
5 Twizy
4 Model S3 Leaf
2 eGolf
2 Smart ED
1 Ampera
1 eNV200
1 Tesla Roadster

Teilnehmer nach Bundesländern verteilt:

30 Niedersachsen
5 Nordrhein-Westfalen
3 Hessen
2 Schleswig-Holstein
1 Bremen

Längste Anfahrt:
1. 264 km Renault Zoe (Nordlicht - Schleswig-Holstein)
2. 220 km Tesla Model S (v-Nico-v - Hessen)
3. 205 km Nissan Leaf (Hanseat - Niedersachsen)


Irgendwann wurde es langsam dunkel. Und dann heißt es "Tschüß Kaffeehaus, Hallo Grill" ...
Beatbuzzer und ich haben wie üblich ganz konspirativ nach diskreter Rückfrage der Wünsche der Teilnehmer beim lokalen Lebensmitteleinzelhandel die entsprechenden Fachbereiche geplündert. Und das wird zunehmend mit abnehmenden Temperaturen schwieriger.

Geflügelwürstchen sind gar nicht zu bekommen. Und mariniertes Fleisch ist auch eher unterrepräsentiert, ganz im Gegensatz zu Saisonware.

Letztlich haben wir aber unseren Willen und Genießbares im Tausch gegen Zahlungsmittel bekommen. Beatbuzzer hatte zwei Taschen dabei. Und das war diesmal notwenig, weil ich im Kofferraum u.a. den Monitor dabei hatte.


Meine vorher gemachte Ankündigung, das wir im Zweifel alle Grillartikel im Tesla unterbringen könnten, hätten wir aber wahr machen können. Die Auswahl war sehr reduziert. Platzmäßig hätten die sogar bei Elektrofix in den Smart gepasst.
Ich verstehe gar nicht, warum nicht mehr in der kalten Jahreszeit gegrillt wird. Im Sommer ist es warm, da benötigt man keinen zusätzlichen Grill. Von dort, aus dem Sehnder Lebensmittelparadies, ging es dann in die Heimat-Location von Spark-ED, Wassel.

Nie gehört?

Unwichtig?

Keineswegs!

Wenn man über die A7 zwischen Hildesheim und Hannover unterwegs ist (genauer wollte ich es jetzt nicht machen) überquert man die Wasseler Straße. Ganz unwichtig scheint dieser Ort, unabhängig von der Grillaktion, also nicht zu sein.

Bild von Marc

Als Grillmeister hatte sich im Vorfeld bereits Spüli bereit erklärt, die Reste von größeren Eukaryoten in das Feuer bzw. das vom Feuer erzeugte thermische Feld zu geben.

Wie man hier auf dem Bild sehr schön sehen kann, unterstützen ihn dabei bei Eiseskälte Spark-ED, ev4all und Beatbuzzer. Wobei ich mich frage, was sie wirklich da machen.

Nordlichts Frau Kathrin hat dann noch einen leckeren Curry-Nudel-Salat mitgebracht und Hausherrin Uta hat einen Bulgur-Salat beigesteuert.

Gut gesättigt hat sich die Veranstaltung dann nach und nach aufgelöst und wir haben dem Maître de Maison dafür schmutziges Geschirr und benutztes Blattgeschirr (was das ist, fragt ihr ihn am besten selbst) zurück gelassen.
Bild von Marc

Donnerstag, 9. Februar 2017

So langsam aber sicher macht sich Frust breit

...

gibt's doch gar nicht!

"Doch, bei Roller!"

Ok, Thema verfehlt, setzen, sechs.

Was ist passiert?

Ich fange mal von vorne an. Vor einigen Tagen bekomme ich über den Terrornetzwerk-Messenger eine interessante Information. Kurz zur Info: ich benutze kein WhatsApp, sondern nutze Telegram. Alleine schon deswegen, weil ich es parallel auf Smartphone, auf dem PC als Anwendung und auch im Web nutzen kann. Terroristen sollen angeblich auch hauptsächlich Telegram nutzen.

Weiter im Thema...

Alfred schrieb am 3. Februar:

Moin Roland,
mit 89km 100% heute morgen zum Freundlichen, mit 130km 100% bei Abholung zurück.
Ich kann Teekays grinsen in den Videos voll nachvollziehen 😃



Ich wußte erst mal gar nicht was los war. Dann hat er mich darauf hingewiesen, das es wohl ein Software-Update für diverse Steuergeräte im Zoe gibt. Vor allem auch für ältere Fahrzeuge wie er und ich sie fahren. Prima, habe ich mir gedacht. Dann wird es mal Zeit, den "freundlichen" zu besuchen. Da ich das Fahrzeug in Oldenburg gekauft habe, wollte ich dem Händler dort zur Abwechslung zu etwas Umsatz verhelfen. Nicht unbedingt meinerseits, sondern eher über den Garantieweg.

Gut, die Fahrzeuggarantie ist abgelaufen, aber für den Antriebsstrang steht dort noch eine Garantie¹ von 5 Jahren, oder 100.000 km, je nachdem was zuerst eintritt.

87092 km habe ich runter und der Wagen ist knapp 3½-Jahre alt. Also alles im grünen Bereich.

Anruf im Autohaus: "Sie sind aus der Garantie¹ raus, das wissen sie? Außerdem wissen wir gar nicht, ob es überhaupt Updates für ihr Fahrzeug gibt. Dazu benötigen wir die Fahrgestellnummer."

Ganz ehrlich, ich liebe diese Direktheit im deutschen Dienstleistungswesen. Das ist so ganz anders, als in den USA, wo man an jeder Ecke freundlich angegrinst wird und wo angeblich alles möglich ist. Das meine ich ernst. In den USA gleitet alles ab, bei uns kann man sich richtig an dem Thema abarbeiten.

Also einen Termin vereinbart. Donnerstag, 09.02. in Oldenburg um 10:00 Uhr. Erst einmal prüfen, was möglich ist.

In der Zwischenzeit noch mal bei Alfred nachgefragt, was er denn bezahlt hätte. Ein fragendes Gesicht seinerseits, wie ich darauf käme, das das kostenpflichtig wäre....

Tja, ich weiß auch nicht recht.

Ich solle zu einer anderen Werkstatt fahren, wenn dieses Update Kosten verursachen würde.

Mittlerweile habe ich erfahren, um was es wohl im Detail ginge. Es ist wohl so, das in der Batterie selbst ein Programmierfehler vorläge, der einerseits die Restkapazität des Akkus falsch berechnen würde und andererseits Schuld daran sei, das die Ladungen zwischen 99 und 100% so elendig lange dauern würden.

Am 9. Februar mache ich mich auf in den Norden von Oldenburg.

Pünktlich um 9:58 stehe ich auf der Matte.

Dabei habe ich Ausdrucke aus dem Forum mit den "Bestellnummern" und von den letzten Ladekurven.


"Ladeproblem" steht auf dem Bericht "Wie weit kommen sie denn?"

85 km waren es eben.

"Das ist normal"

Wie bitte? Normalerweise habe ich mindestens 100-120 km auf der Uhr. Üblicherweise habe ich Reichweiten von 160-180 km. Auch 200 km sind normalerweise kein Problem. Naja, natürlich nicht bei Aussentemperaturen um den Gefrierpunkt. Aber 85 km ist definitiv zu wenig.


 "Das Fahrzeug kommt vom September 2013. Damit ist es aus der Garantie¹ raus" bekomme ich am Tresen zu hören.

Ich antworte: Die Garantie für den Hochvoltteil läuft über 5 Jahre oder über 100.000 km, je nachdem, was zuerst anfällt.

"Ja, aber nicht hier, das gehört ja nicht zum Hochvoltteil" bekomme ich zu hören....

Das Batteriemanagementsystem gehört ganz sicher zum Hochvoltteil, gebe ich zurück. Laut Definition von Renault sind mir diesbezüglich einige Schriftstücke bekannt.

Sollte es nicht unter die Garantie fallen, würde ich zu einem anderen Händler fahren.


"Da muß ich mich mal eben informieren"

Tun sie das!

Er verläßt den Raum um mir kurze Zeit später mitzuteilen: "wenn das hier tatsächlich das Problem wäre, dann würden die Kosten übernommen, was machen wir jetzt? Kommen sie von hier weg?"

Nein

"Dann wollen sie warten? Das kann aber dauern"

Wieso wird mir kein Fahrzeug angeboten? Wahrscheinlich haben sie nichts elektrisches und wissen, das ich bei Verbrennerfahren Pickel und Ausschlag bekomme.

Ja, ich warte ...

Sie dürfen ZE-Fahrzeuge jetzt auch warten? Bisher ging das hier im Nordwesten eigentlich nur in Bremen.

"Ja, mittlerweile dürfen wir das auch. Nur bei den ganz grossen Dingen dürfen wir es nicht"

???


Nach etwas über 30 Minuten:

"Ist wohl nicht so einfach mit Ihrem Fahrzeug!"

Na, jetzt wurde ich aber neugierig, was wohl nicht so einfach sein soll.

"Sie haben die jährlichen Wartungsintervalle nicht eingehalten, damit wäre die 5-jährige Garantie¹ verfallen. Aber, wir würden Ihnen natürlich entgegen kommen. Und die Rechnung müßten sie dann beim Renault-Kundenservice einreichen, damit da auch etwas passiert, wir würden das dann unterstützen. Schließlich wollen wir ja auch, das sie als Kunde zufrieden sind"

Beim Renault Kundenservice in Brühl? sage ich leicht gequält.

"Ach, sie kennen die Abteilung?"

Ich fühle mich ziemlich verarscht. Sorry, das mußte sein. Etwas anderes fällt mir dazu im Moment auch nicht ein.
Er zeigte mir einen Ausdruck und meinte, das da wohl ein Loch von 5 Monaten wäre.

Der letzte Service wurde auch auf Garantieebene durchgeführt. Der ist sieben Monate her....

"Wir müßten für die Batterie auch noch eine Abdeckung bestellen, denn die Programmierung wird dort direkt vorgenommen. Diese Abdeckung haben wir hier nicht vorliegen"

Wie verfahren wir weiter?

"ich rufe sie nächste Woche an....."

So. Ich fahre also zurück und sichte erst einmal alle Termine:

19.09.2013 Kauf
19.05.2014 Service (u.a. Klima) (8 Monate)
25.11.2014 Service (3 Monate)
07.01.2015 Service (2 Monate)
15.02.2016 Service (13 Monate)
     08.2016 Service ( 7 Monate)

wo, bitte, ist jetzt das Loch mit 5 Monaten?

Im Nachhinein... Da soll etwas an der Batterie programmiert werden. Für die Batterie wird Miete bezahlt, das ist nicht meine.

Mal sehen, wann ich mit meiner Waschmaschine zum Service muß....

Stay tuned ....


PS.: achtet mal darauf wie ich "Garantie" geschrieben habe wenn die Aussage von Renault kam. Ist ein kleines Suchspiel.

¹fragen sie bitte Ihren Renault Partner nach den genauen Bedingungen für Garantie und Service

Samstag, 28. Januar 2017

Es grünt so grün....

.... wenn Spaniens Blumen ....

ja, vielleicht auch das. Aber welche Überschrift hätte ich sonst nehmen sollen, wenn Greenhorn im Grünen Jäger zum Grünkohl einlädt?

Stop. Das war 'ne rhetorische Frage. Ich erwarte keine Antworten.

Keine Angst, der Blog wird jetzt nicht zum Foodblog bei dem Foodporn gezeigt wird.

Postkartenidylle mit E-Fahrzeugen
Unter dem Motto "der Hamburger Stammtisch on Tour" hatte Bernd (Greenhorn) zum Grünen Jäger in Geesthacht eingeladen. Und so trafen ab kurz vor 11:00 Uhr die ersten Teilnehmer ein. Vor allem Fahrer aus Schleswig-Holstein und Hamburg waren vor Ort. Aber auch einige Niedersachsen und Bremer haben den Weg an die Elbe gefunden.

Ich habe mich gegen 8:00 Uhr auf den Weg Richtung Bremen gemacht, weil ich zusammen mit Jochen (Piccman) nach Geesthacht fahren wollte. Ich mußte mich zum Glück nicht all zu sehr umgewöhnen. Jochen's Model S hat das gleich Rot wie meiner. Für den Weg nach Bremen habe ich allerdings die kleine Schwarze genutzt. Die Zoe hatte zwar am Morgen bei -3°C Aussentemperatur mir nur eine Gesamtreichweite von knapp 98 km prophezeit. Aber erstens würde das für die gesamte Strecke nach Bremen und zurück reichen und nachdem die Batterie etwas Temperatur bekommen hat, wuchs die Gesamtreichweite locker auf 110 km an. Also nichts, weshalb man nervös werden müßte. Das Wetter machte auch prima mit. Auf der Fahrt nach Geesthacht haben wir dann noch eine Schluck Energie aus dem Supercharger in Rade genommen. Mit diesen 15 Minuten Zwischenstopp haben wir auf jeden Fall genügend Energie im Akku.


Bei unserer Ankunft um kurz nach elf haben sich alle Anwesenden über das schöne Wetter mit muckeligen Temperaturen um den Gefrierpunkt gefreut und das es deswegen draussen doch viel schöner wäre als in der warmen Gaststube. 

Peters Model X
Gesagt hat das natürlich niemand. 

Und gedacht? 

Keine Ahnung, ich bin kein Gedankenleser. Verwunderlich war es aber schon, das sich so recht niemand ins Gebäude traute, bevor nicht ein Großteil der Teilnehmer da war. Wahrscheinlich wollte aber jeder mal einen Blick in Peters Model X werfen, mit dem er hier eingetrudelt ist.

Währenddessen hat Bernd dann regelmäßig versucht, den Strom der vor Ort befindlichen Ladesäule an die Leute zu bekommen. RIO-Strom, der hier erhältlich war, wollten zu Anfang wohl nicht so viele Fahrer haben. Als erstes hing dann auch ein Hyundai Ioniq an der Ladesäule. Allerdings nicht direkt, sondern über einen DC-Lader von Designwerk mit CCS- bzw. CHAdeMO-Adapter. Darüber durften sich dann im Laufe des Tages auch Nissanfahrer mit ihrem Leaf oder eNV200 freuen, die ansonsten nur mit langsamen Strom laden könnten. Und wie man  schön auf dem Bild erkennen kann: am Ende laden die Gleichstromfahrzeuge auch mit Drehstrom. Hier wurde der Strom mit Hilfe des grünen Kabels sogar selbst gedreht.

Gegen 13:00 Uhr ging es dann spätestens in den Grünen Jäger. Schließlich sollte das große Essen ja jetzt los gehen. Beim Essen hatte man die Wahl: Grünkohl oder 'á la carte'. Beim Service rustikal oder nett ...

sog. Grünkohlessen
Den Service konnte man sich nicht aussuchen, das Essen schon. Nun habe ich, was Grünkohl betrifft, besondere Anforderungen. Ich habe Probleme mit allen Zubereitungen die nicht dem Original im Bremen-Oldenburger Raum entsprechen. Und sooft sich Bremen und Oldenburg auch in Fragen des Grün- bzw. Braunkohls in den Haaren liegen, es gibt keinen besseren als den hiesigen im Nordwesten, was hier leider auch wieder bewiesen wurde. Aber das ist anscheinend Geschmackssache. Aber Grünkohl ohne Pinkel geht einfach gar nicht. So etwas wurde am Torfhaus auch schon angeboten. Es scheint tatsächlich Leute zu geben, die so etwas als "Grünkohlessen" bezeichnen. Nein, da esse ich lieber etwas anderes. Und das habe ich dann auch. Und der Pfannenfisch war wirklich lecker. Zusammen mit einem reichhaltigen Salat hat das wieder versöhnt.

Für die Grünkohlfans gab's "bis zum abwinken" ....

Noch ein klein Buchhaltung:

Bernd hat folgendes gezählt:
Anwesend waren 39 Personen und 21 Fahrzeuge:
1 x Model X
1 x Model S
1 x Ioniq
1 x Mia
1 x i3
1 x iOn
1 x eNV
1 x Ampera
1 x IX 35 fuel cell
1 x Soul
4 x Leaf
7 x Zoe
Einer der beiden Ladeanschlüsse der Ladesäule wurden einmal abgeschossen. War wohl doch ein ungewöhnlich hoher Andrang an der Säule. Innerhalb von 30 Minuten waren aber Techniker der Stadtwerke vor Ort, die sich darum kümmerten das auch die nachfolgenden Fahrzeuge ihren Strom bekommen haben.

Bei traumhaften Desserts wurde dann noch bis in den späten Nachmittag hinein geklönt.


Der Parkplatz war ungewöhnlich stark von elektrischen Autos frequentiert. Die am Parkplatz stehende Ladesäule hatte sicher auch ihren nicht ganz unmaßgeblichen Anteil daran.

 Dann gibt es noch eine Rundumsicht aus dem Lokal:
 

Ach ja, und wie immer abschließend.... Da haben wohl die Einen oder Anderen vergessen, was sie geordert hatten:

Jochen und ich haben uns dann auf den Weg Richtung Heimat gemacht. Und die Zoe hat bei mir zu Hause auch noch einiges an Reichweite gehabt.

Und das nächstemal lade ich zum Grünkohlessen zu mir nach Hause ein....
Problem dabei: Service kann ich nur rustikal.

Freitag, 20. Januar 2017

Voll die Verarsche....




Im letzten Jahr hatte Carsten bereits angefragt, ob wir im Januar nicht nach Brüssel fahren wollen. Zum Atomium....  nee, eigentlich nicht, zum Autosalon. Da soll auch der neue Renault Kangoo vorgestellt werden.

So richtig Lust dazu hatte ich nicht. Denn meine letzten Erfahrungen zum Thema E-Mobilität und Renault gingen eher in die entgegengesetzte Richtung. Also in Richtung "wir wollen das eigentlich gar nicht". Also die Fahrzeug-Hersteller. Und wenn die nicht wollen, dann will ich auch nicht.

Ursprünglich war ein Besuch für den 13.01. (ein Freitag) geplant. Aber an einem Freitag, den 13. so eine Fahrt machen?

Carsten hätte, wenn alles so gelaufen wäre, wie er sich das vorgestellt hat, wohl alles dran gesetzt, sich einen neuen Kangoo zu ordern.

Aber denkste....  Wieso muß ich eigentlich immer Recht behalten? Saftladen, französischer!

Aber erst mal muß man ja nach Brüssel kommen. Da der Autosalon recht lange geöffnet hat, konnten wir also locker 'ne Woche später da hin fahren.

Und so war es dann am 20.01. gegen 04:00 Uhr so weit, das wir die knapp 500 km nach Brüssel gefahren sind. Zwischendurch wurde in Moers und in Brüssel am Supercharger zwischengeladen.

Bereits im Vorfeld hatte ich versucht mit der Messegesellschaft Kontakt aufzunehmen, um heraus zu bekommen, was ich denn wohl im Navi eintragen muß, um beim Messegelände auf den Parkplatz E zu kommen. Denn auf dem soll nach Angaben der Messegesellschaft das Laden von elektrischen Fahrzeugen möglich sein. Keine Antwort. Warum? Das sollte sich dann bei der Ankunft herausstellen. Mittlerweile habe ich statt der englischen Seite mal die franzöisische aufgerufen, und dort wird tatsächlich der Straßenname genannt. Was letztlich aber sinnlos war. Gut war immerhin erst einmal, das ich den Straßennamen hatte, denn damit haben wir nun den Parkplatz und die dazu passende Ausschilderung gefunden. Alles bestens. Der erste Parkwächter spricht weder deutsch noch englisch und mein französisch reicht für eine perfekte Diskussion nicht einmal im Ansatz aus. Aber wir wurden gleich an eine Schrankenwärterin verwiesen, die bereits ein Hybrid-Fahrzeug vor uns abgefertigt hat. Genauso wie uns übrigens. Denn wir durften das Gelände wieder verlassen. Von E-Ladepunkten hatte sie nie gehört und der Parkplatz E ist nur für Dauerkarten-Inhaber vorgesehen. Außerdem kann man erst ab 11:00 auf Ihren Parkplatz. Aussteller kommen doch vor 11:00 Uhr und wer von den Besuchern hat Dauerkarten? Seltsame Logik.

Ich sollte es nebenan probieren, vielleicht bekommt man da ja Strom. Eigentlich fehlte da nur noch so ein häßliches lachen....   "Hähähä, da war schon wieder einer, der mit dem E-Auto-Trick versuchte einen Parkplatz zu bekommen.... E-Autos... was soll das denn sein.....  Hähähä..."

Also 180° Wende und die nächste Strasse wieder rein. Zum Glück sind wir rechtzeitig da. Denn auch hier waren viele Plätze schon belegt. Also finde wir relativ nah am zentralen Eingang gegen viertel vor elf einen freien Platz. Vor uns das Ausstellungsgelände und hinter uns hinter den Bäumen das Atomium.

Verglichen mit deutschen Parkplätzen war der Preis mit 6,- Euro gerade zu günstig.

Wenn  wir aus dem Fahrzeug schauen, sieht man anscheinend die Haupthalle. Problem: diese Halle war nicht zu erreichen. Man mußte sich rechts halten, um dann einen über einen langweiligen Nebeneingang aufs Gelände zu kommen.



Vor der Kasse wollte uns jemand Tickets anbieten, was wir dann aber freundlich abgelehnt haben. An der Kasse selbst war es dann etwas kompliziert, das richtige Ticket zu bekommen. Denn englisch scheint hier wirklich nicht verbreitet zu sein, und die Verkäuferin konnte uns nicht so recht klar machen was sie alles anzubieten hat. Einen Aushang gab es auch nicht. Zwei Tickets Autosalon. Nein, Dreamcars wollten wir nicht sehen. Wahrscheinlich war das jetzt eine großer Fehler..... Aber egal, wir haben uns jetzt entschieden. Ich hätte nicht gedacht, das in einer Stadt wie Brüssel auf einem Messegelände so unprofessionell gearbeitet wird. Die Verkaufsbuden für die Eintrittskarten stehen vor dem Gelände und sind nicht etwa im Eingangsbereich. Sehen aus wie Losbuden. Und dann gibt es da zwei Personen, die mit Scannern die Eintrittskarten prüfen.

Zum Glück scheint die Sonne, wir müssen also nicht bei Kälte und Regen all zu lange warten. Dann sind wir in der ersten Halle und werden vom Volkswagenkonzern begrüßt.

VOLKSWAGEN/AUDI

Besonders großer Andrang scheint momentan nicht zu sein. Auf mich macht es auch mehr den Eindruck wie eine Verkaufsmesse, nicht so sehr wie eine Messe, die etwas neues vorstellen möchte. Natürlich liegt der Schwerpunkt bei Verbrennern. VW zeigt seinen e-Golf....  nicht zugänglich, aber mit einem dicken Aufkleber "300km". Das ist wahrscheinlich genauso gelogen, was das ausgestellte Fahrzeug betrifft, wie bei anderen Herstellern...  mehr dazu später.

Hat VW denn irgendetwas anderes elektrisches im Angebot? Nein, anscheinend nicht....  Moment, bei den Transportern gibt's was:
Das betrifft allerdings nur das Kühlaggregat. Es scheint auch schon etwas sehr viel länger auf dem Markt zu sein. Vielleicht sollte man dort mal Bescheid geben, das es die 220V-Stromversorgung schon seit 30 Jahren nicht mehr gibt.

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BMW

Die Bayern haben auch ganz schön aufgefahren. Aber nur ein i3 war dort vor Ort. Und jede Menge Hybridfahrzeuge. Wobei ich mich bei den Hybridfahrzeugen von BMW wirklich frage, wozu die einen  elektrischen Antrieb da drin haben. Der reicht wirklich nur, um an der Ampel nicht vom Twizy versägt zu werden. Ein i8 war unzugänglich aufgestellt. Aber der ist eben genauso eigentlich kein(!) E-Fahrzeug. Im BMW ist der elektrsiche Antrieb eine Erweiterung des Anlassers, mehr nicht.




Und so war der ausgestellte Mini natürlich auch ein Hybrid. Wer also unbedingt zwei Motoren warten will.... oder ständig mehr Last mitführen will. Hybrid kann keine Lösung sein. Die Lösung fährt vollelektrisch.

OPEL

Nun wird seit einiger Zeit in den Foren vom Ampera-E geschwärmt. Prima, hier kann man ihn also Live und in Farbe sehen. Die Farbe selber gefällt mir persönlich. Aber Live?


Wenn  man den "alten" Ampera kennt wird man wahrscheinlich erst einmal enttäuscht. Und das, obwohl die Ladewerte ähnlich sein werden. Auch hier ist Wechselstrommäßig nur eine Phase vorhanden. Man erkennt es an der Ladebuchse. Beim oberen Teil der CCS-Buchse (also der Teil2 Part), fehlen die Kontakte in den unteren beiden Buchsen für L2 und L3.

Wir hätten auch gerne mal unter die Haube geschaut. Macht man ja so bei Autoschauen. Früher auf dem Viehmarkt waren es die Pferde, denen man ins Maul geschaut hat, hier ist es das, was sich unter der Motorhaube befindet. Aber denkste. Alles verriegelt und verammelt. Eine freundliche Nachfrage beim Standpersonal konnte da leider auch nicht weiter helfen:

Sorry, not available.....

Ok, wenn der Motorbereich genauso ausgesehen hätte, wie das Armaturenbrett auf der Beifahrerseite. Wehe, irgendjemand motzt noch mal über Spaltmasse bei Tesla oder Zoe. Zwischen dem Armaturenbrett und der rechten A-Säule war locker Platz, um ein Smartphone verschwinden zu lassen. Mmmh, jetzt wo ich gerade den Text schreibe, fällt mir ein, das das ein Weg gewesen wäre, um einen Blick unter die Motorhaube zu werfen. Na, wahrscheinlich wäre das Smartphone einfach nur bis in den Fußraum des Beifahrers durchgerutscht. Hätte also nicht wirklich etwas gebracht.

Dann komme ich jetzt zu der puren Ernüchterung. Wer unbedingt einen Ampera-E haben will, der übrigens nicht vor 2018 auf den deutschen Markt kommen wird (Aussage Standpersonal: erst Norwegen, dann Niederlande und dann irgendwann mal Deutschland), sollte sich vielleicht doch eher eine Zoe zulegen. Das Platzangebot ist absolut identisch. DAB-Radio hat das Fahrzeug nicht. Ob die zu erwartende Reichweite wirklich 500km sein wird, muß sich erst einmal erweisen und die Werte der Ladetechnik sind eher abschreckend. AC-Ladung kann man im Display von 10A auf 6A reduzieren. Wenn der Wagen 500km Reichweite hat... wie lange soll der Wagen denn da an der Steckdose bleiben? Gut, alternativ kann man mit DC (CCS) laden. Mit den gerade im Moment groß diskutierten Preisen für DC-Ladungen (die man leider (noch) nicht zu Hause machen kann) lockt man nur keinen Verbrennerfahrer zum E-Auto. Von Vorteil ist da schon eher die Eigentumsbatterie und die auch hinten vorhandene Sitzheizung.

HYUNDAI

Allerdings, wenn einem so etwas wichtig ist, würde ich eher den Hyundai Ioniq empfehlen. Dem seine Batterie ist kleiner, das Fahrzeug aber um einiges größer und insgesamt wertiger. Und DAB hat der Hyundai auch, und Fahrspurassistenz... nicht so nobel wie der Tesla, aber immerhin so ähnlich. Außerdem ist der Hyundai jetzt schon erhältlich. Und auch auf der Messe zu sehen. Auch als, igitt, Hybrid.

FORD


Hier kommt zusammen, was zusammengehört:
Den berüchtigten Microsoft Blue Screen gibt es jetzt auch in ECO.

Und irgendwas elektrisches von Ford? Fehlanzeige. Nichts.

TESLA

Tesla war der einzige Hersteller, bei dem sich die Zuschauer wirklich um die E-Fahrzeuge gedrängelt haben. Naja, kein Wunder, Verbrenner verkaufen die nicht. Selbst die Zigarettenanzünder laufen da elektrisch. Ich hatte mich dann noch mal kurz ins Model-X gesetzt. Tür geht durch drücken der Bremse automatisch zu und durch leichtes anziehen des inneren Türgriffs automatisch auf. Das gefällt mir. Auch das man die zweite Reihe der Sitze per Touchscreen vor- und zurückschieben kann, nett. Die Hochglanz-Rückseiten der Sitze sind allerdings ein absolutes No-Go. Und platzmäßig habe ich das Gefühl, das ich in meinem Model S mehr unterbringen kann. Ein Verkäufer wollte mich dann zum Kauf animieren. Ich konnte ihm durch zeigen meines Fahrzeugschlüssels davon abbringen und ließ ihn damit mit einem breiten Grinsen auf seinem Gesicht zurück.
Das Model-X hat auch an den Seiten Kameras. Damit kann der Wagen jetzt auch nach hinten schauen.

SMART
Sürpreis, Sürpreis....  nee, eher Surprise, Surprise

Überrascht war ich dann auf dem Stand von Smart. Einen Smart for Two und for Four.

Beim Smart for Four ED war ich dann doch etwas verblüfft, wie klein die Wagen wirklich sind. Vorne war nicht wirklich Platz, wenn hinten jemand sitzen will. Ok, es gibt auch kleinere Personen als ich es bin, und für die dürfte es wirklich nicht schlecht sein, aber will man einem 16-jährigen Fahranfänger gleich so ein teures Auto geben?

Also in das Modell für zwei Personen gesetzt. Und siehe da, das gefällt mir und ich fühle mich sofort heimisch. Besonders das Mitteldisplay kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Hatte ich doch gerade vor gar nicht so langer Zeit gesehen. War das bei VW, nee, das Fahrzeug war nicht zugänglich.... beim Ampera-E? Oder doch beim Ioniq von Hyundai. Und das Display ist auch wesentlich kleiner als im Tesla. So viel Platz wäre gar nicht vorhanden. Nein, es war nicht auf der Messe. Es war zu Hause im Zoe.

Da steckt doch tatsächlich im Smart ein Display wie beim Zoe. Schon der erste Blick mit der identischen Anordnung von Uhr und Temperatur ist völlig gleich. Da will ich natürlich mehr sehen. Geht das auf anderer Ebene wohlmöglich genauso weiter? Und tatsächlich. Navigation, Sound, Einstellungen... Alles wie im Zoe. Gut, das Design ist etwas aufgehübscht. Aber wer sich im Zoe auf dem Display auskennt, kommt mit dem Smart sofort klar. Übrigens, das Teil unter dem Display, das aussieht wie ein Radio mit Mittelwellenskala ist die Temperaturregelung.

Auf dem Stand waren dann auch verschiedene (!) Verbrenner-Cabrio Ausführungen. Eine von Brabus. Jetzt erwarte ich eine Brabus-Version vom Zoe. Das wäre doch mal was. Obwohl die echt gut getunten Zoe von den Fahrern selbst kommen, die die Dämmung nachträglich verbessert, oder auch an der Beleuchtung etwas erweitert haben.

Naja, vielleicht gibt's demnächst ein Zoe Cabrio von Brabus. ich lasse mich überraschen. Wo ich jetzt soviel vom Zoe geschrieben habe, komme ich abschließend zu Renault, die auch ziemlich am Ende der Hallen waren. Denn  deswegen waren wir in erster Linie gekommen.

RENAULT

Zuerst einmal gab es eine Riesenwerbung für den Zoe. Das fand ich gut. Renault setzt also immer noch auf elektrisch, und stellt seine E-Fahrzeuge nicht irgendwie Alibi-mäßig an den Rand oder läßt keinen Zugang zu den Fahrzeugen zu wie bei vielen anderen Herstellern. Und trotzdem macht sich Renault momentan nicht viele Freunde. Schön ist, das der Zoe jetzt eine Batterie mit 400km Reichweite bekommen hat, und das Bestandskunden das auch nachrüsten können. Nicht schön (zumindest für deutsche Kunden) ist die Tatsache, das es den Zoe hier nicht mit 43kW Ladeleistung gibt. Hier muß man sich mit der abgespeckten Version mit 22kW begnügen.
Und selbst davon dürfen zukünftige Kangoo Kunden nur träumen. Obwohl dort der Motor vom Zoe verbaut wurde, ist schnellladen für den Kangoo ein Traum.

Auch hier hätten wir gerne in den Motorraum geschaut. Der Bowdenzug zur Motorklappe war aber ausgehängt. Und so war es nicht möglich in das angebliche neue Modell zu schauen.

Auf die Typ2-Ladebuchse konnte man schauen. Nur eine Phase ist dort belegt.

An der Infotheke hatte ich nach einem technischen Datenblatt oder Prospekt nachgefragt. Den könne man mir nur geben, wenn der ZE-Standbetreuer das frei gibt wurde mir gesagt. Hä, was ist das denn. Aber gut, dann mal eben nachgefragt. Nein, es gibt noch keinen Prospekt. Frühestens im März gäbe es etwas. Warum der Wagen so schlechte Ladewerte bekommen würde haben wir gefragt. Antwort: Auf dem Markt müßte man so etwas nicht anbieten, weil andere Hersteller so etwas auch nicht hätten. Es wäre ein so kleiner Markt, da wäre auch eine optionale Möglichkeit viel zu kostspielig, das müßte man ja erst entwickeln.

Es soll angeblich ein Zoe-Aggregat drin stecken, und man müßte noch etwas entwickeln? Sorry, soviel Blödsinn auf einmal habe ich bisher noch nicht gehört. Wir vermuten im Übrigen, das es sich bei dem Fahrzeug auf der Messe um das aktuelle Modell handelt und eben nicht um den Nachfolger. Dann sollen sie es drauf schreiben, und es nicht unmöglich machen, in den Motorraum zu schauen und die Kundschaft verarschen.


Hat sich die Fahrt nach Brüssel also gelohnt? Naja, wenn man auf Geschichten von Münchhausen steht ganz sicher. Aber die Erkenntnisse am Opel-Stand und bei Smart waren auch ganz nett.

Montag, 9. Januar 2017

Massenandrang, eiskalt.

Am Wochenende wollte ich doch mal sehen, wie sich Ladung und Reichweite bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verhalten. Diesmal aber mal etwas anders, als ich es sonst gewohnt bin. Denn bisher habe ich nur die Fahrten zur Arbeitsstelle als Grundlage gehabt. Und Temperaturen von weniger als Null Grad gehören hier normalerweise nicht zum Tagesgeschäft.
Die letzten Tage waren mit teilweise -10°C schon verdammt kalt, und die Zoe stand immer draussen. Auch am Arbeitsplatz, obwohl ich da üblicherweise in die Halle fahre. Samstag gab es gefrierenden Regen und so wurde der Wagen praktisch  nicht bewegt.
Sonntag hatte der Akku des Autos dann eine Temperatur von 2°C.

So wurde aus dem AC-Schnelllader zuerst einmal ein Trödellader. Der Topwert lag kurzfristig bei 7700 Watt, ging dann aber, wie man sieht schnell runter. In 52 Minuten gab es nicht mal 5 kWh. 

Konnte es noch schlimmer werden?

Ja, es konnte. Bei den Temperaturen kann man mit der Zoe zum Schnarchlader werden. Im Schnitt drei Kilowatt und dann man gerade zweieinhalb Kilowattstunden in 48 Minuten....   gruselig. Und was hatte ich dann davon: 92% Akkuladung und 72km Reichweite.


Ziel ist Schwarmstedt. Das reicht aber nicht, weil ich dafür etwas mehr als 100 km Reichweite benötige. Also in Dille zwischenladen.

Wenn das mal so einfach wäre. Mittlerweile hatte sich die Batterie-Temperatur durch die Ladung auf grandiose 3°C erhöht. Bis nach Dille sind es knapp 50 km. Sollte Dille belegt/defekt sein, wäre es günstig, eine Alternative nutzen zu können. Das wäre dann z.B. das Rathaus in Bruchhausen-Vilsen. Aber das würde ich sowieso nicht benötigen. Wer würde schon bei dem Sauwetter elektrisch unterwegs sein?

Big Failure!

Die Gesamtreichweite erhöht sich bis Dille auf 80 km, die Batterietemperatur auf knapp 12°C. Und draussen bleibt es kalt. Das hält E-Fahrer aber anscheinend nicht davon ab, unterwegs zu sein. Denn in Dille lädt ein i3 am CCS-Anschluß und ein iMiev würde gerne an CHAdeMO laden. Der steht dadurch auf dem zweiten Parkplatz. Zum Glück sitzt die Fahrerin im Fahrzeug und ich kann sie davon überzeugen, das ich für den AC-Anschluß den Platz benötige, auf dem sie wartenderweise steht. Der i3 ist mit 99% geladen. Aber der Fahrer ist weit und breit nicht zu sehen. Ein EDV-Dienstleister aus Bremen....  steht auf dem BMW.

Ich weise die iMiev Fahrerin darauf hin, mal im Restaurant nachzufragen. Als nach 16 Minuten der i3 auf 100% geht, hat sich immer noch niemand sehen lassen. Ein Zoe Fahrer aus Nienburg nähert sich der Säule, dreht aber schnell wieder ab. Das läuft ja hier wie im Taubenschlag.

Und jetzt konnte man gleich mal wieder feststellen wie problematisch Gleichstromlader sind. Denn mit jedem neuen DC-Fahrzeug wäre es zwingend notwendig auch eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Nur, wer sollte das machen? Bei AC-Ladung habe ich genügend Alternativen. Und wenn es die rote CEE-Steckdose an der Kartonpresse am Supermarkt ist. Mit DC bin ich auf Gedeih und Verderb auf externe Dienstleister angewiesen. Trotzdem bekomme ich das E-Fahrzeug aber nicht günstiger, obwohl die entsprechende Ladetechnik nicht an Board ist.

So kann also der Zoefahrer jetzt eine Alternative suchen, wohingegen die iMiev-Fahrerin warten muß. Sie hat einfach keine Alternative.

45 Minuten bleibe ich in Dille an der Säule und habe dann genügend Energie für Schwarmstedt.

In Schwarmstedt lade ich eine knappe halbe Stunde. Die Temperatur hat sich in der Batterie auf 20°C erhöht. Gesamtreichweite zur Zeit 84 km. Bei der Fahrt nach Schwarmstedt habe ich dann auch etwas mehr Leistung aus dem Akku gefordert, was sich tatsächlich positiv auf die Reichweite und Ladung ausgewirkt hat.

Heisst also umgekehrt, das sparsame Fahrweise nicht bedeutet, langsam zu fahren. Denn die Heizung im Fahrzeug kümmert sich nicht um den Akku. D.h. dem Fahrer wird warm, dem Akku aber nicht, oder nur recht gering. Da ist es also sinnvoller, den Akku mehr zu fordern, also schneller zu fahren.

Bereits in Schwarmstedt habe ich gleich die vollen 43kW bekommen, die allerdings recht schnell runter gingen. Reichweite beim Start in Schwarmstedt: 86 km.

Jetzt ging es zurück nach Ganderkesee. Jetzt die Temperatur halten (also auch mal etwas schneller fahren - d.h. statt 72 und 92km/h auch mal 105 km/h). Bis Ganderkesee sind es 102 km. Die Zoe zeigt an, das das Ziel nicht erreicht werden kann. Kein Wunder bei nur 86 km Reichweite. Sollte sich das nicht bessern, kann man in Dille zwischenladen.
Nach etwa 20 Kilometer Fahrt sind Reichweite und Ziel gleich weit entfernt. Eine Zwischenladung ist also nicht notwendig.

Angekommen am Ziel hat die Zoe 102 km gefahren und noch 18 km Rest im Akku. Prima. Jetzt den Wagen an den 43kW Anschluß. Ansage laut Fahrzeug: in 45 Minuten voll.

Und so sah dann die Ladekurve aus:


Letztlich wurden dann knapp 20kWh in drei Stunden geladen. Wobei man hier auch sehen kann, das nach knapp 30 Minuten 80% des Akkus geladen waren.

Und so sah die Wärmeverteilung bei der 63A Ladung von der Ladestation zum Auto aus: